KINOHIGHLIGHTS 2011

Im neuen Jahr nehmen wir eine beliebte Tradition wieder auf und beginnen unser Programm mit einer Auswahl bemerkenswerter Filme, die uns aus 2011 in Erinnerung geblieben sind. Es sind solche, die besonders gefallen haben, die man verpasst hat oder die man noch einmal auf der großen Leinwand sehen möchte. Unser Kino zeigt alle Highlights in der Originalfassung mit Untertiteln. Die Reihe wird im Februar fortgesetzt.


BLACK SWAN

USA 2010. R: Darren Aronofsky.
D: Natalie Portman, Mila Kunis, Vincent Cassel. 117 Min. 35mm. OmU

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Vincent Leroy, Leiter eines New Yorker Ballettensembles, plant eine Neuinszenierung des Tschaikowsky-Balletts Schwanensee, in der eine einzige Tänzerin den Part des weißen und des schwarzen Schwans verkörpern soll. Die junge, ehrgeizige Nina Sayers bekommt die Rolle, doch Leroy kritisiert sie während der Proben ständig, weil er in ihrem Tanz das Dämonische des schwarzen Schwans vermisst. In der Folge verschlimmern sich ihre Wahnvorstellungen und kulminieren in einem so furiosen wie rätselhaften Finale. Aronofskys virtuose Regiearbeit, insbesondere die Tanzsequenzen und seine phantasmagorischen Bilder sowie Natalie Portmans Oscar-prämierte Darstellung führten zu einem weltweiten Erfolg.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ]Sonntag, 01.01.2012
20:30 Uhr

Mittwoch, 04.01.2012
20:30 Uhr

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TRUE GRIT

USA 2011. R: Ethan Coen, Joel Coen
D: Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon. 110 Min. 35mm. OmU

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Charles Portis’ Roman True Grit wurde erstmals 1969 von Henry Hathaway mit John Wayne als Marshall Reuben Cogburn verfilmt, in ihrem Remake besetzten die Coen-Brüder diese Hauptrolle mit Jeff Bridges. Während die Coens sich auch im Westerngenre als Meister filmischer Mittel und Referenzen erweisen, glänzt Bridges als trinkender und zynischer Antiheld. Dieser wird von der 14-jährigen Mattie Ross engagiert, um die Mörder ihres Vaters aufzuspüren. Cogburn will seine Auftraggeberin keineswegs dabei haben, doch alle seine Versuche, das Mädchen abzuschütteln, bleiben erfolglos. Schließlich kommt es zur Konfrontation mit dem Mörder Tom Chaney. Mattie verwundet ihn, wird aber von seinen Bandenmitgliedern überwältigt und verschleppt.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ]Freitag, 06.01.2012
18:00 Uhr

Samstag, 07.01.2012
20:30 Uhr

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BIUTIFUL

Mexiko/Spanien 2010. R: Alejandro González Iñárritu
D: Javier Bardem, Maricel Álvarez, Hanaa Bouchaib. 148 Min. 35mm. OmU

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Iñárritus vierter Spielfilm entstand erstmals ohne Beteiligung des Drehbuchautors Guillermo Arriaga und zeichnet sich im Vergleich zu seinen ersten drei Werken durch eine differenziertere Gestaltung und zurückhaltendere Moralisierung aus. Die surrealen Alpträume dürften zu den mächtigsten Bildern zählen, die er bislang gedreht hat. Erzählt wird von den letzten Monaten im Leben Uxbals, der in Barcelona von illegalen Geschäften lebt. Als er erfährt, dass er an fortgeschrittenem Prostatakrebs leidet, versucht Uxbal sein Leben und die Zukunft seiner Kinder zu ordnen. Für seine Bravourleistung wurde Javier Bardem 2010 in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ]Sonntag, 08.01.2012
20:30 Uhr

Mittwoch, 11.01.2012
20:30 Uhr

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HANNA Wer ist Hanna?

USA 2011. R: Joe Wright
D: Saoirse Ronan, Cate Blanchett, Eric Bana. 111 Min. 35mm. OmU

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Die 16-jährige Hanna wird in der finnischen Wildnis von ihrem Vater Erik aufgezogen. Ohne Kontakt zur Außenwelt eignet sie sich mehrere Sprachen, ein umfangreiches Wissen über die Welt und verschiedene Kampftechniken an. Dies soll sie auf eine geheimnisvolle Mission vorbereiten. Als Hanna von Agenten festgenommen wird, gelingt ihr in Marokko die Flucht. Verfolgt von ihrer Widersacherin, der Agentin Marissa Wiegler, beginnt eine Reise, die sie durch ganz Europa führt und in einen furiosen Showdown im Berliner Spreepark mündet. Einstimmiges Lob erhielt der Film für seine visuelle Originalität, den Soundtrack der Chemical Brothers sowie die Darstellung Saoirse Ronans.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ]Freitag, 13.01.2012
18:00 Uhr

Samstag, 14.01.2012
20:30 Uhr

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THE TREE OF LIFE

USA 2011. R: Terrence Malick
D: Brad Pitt, Jessica Chastain, Sean Penn. 139 Min. 35mm. OmU

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Bereits Ende der 1970er Jahre verbreitete sich das Gerücht, Terrence Malick plane einen Film über die Entstehung des Lebens auf der Erde. Dies hat er nun in THE TREE OF LIFE realisiert, in dem er die Geschichte einer Familie aus Texas mit Bildern von der Entstehung des Universums verbindet. Mehr als eine halbe Stunde des Films füllen diese bezaubernd schönen Bilder, die nahezu komplett ohne Digitaltechnik entstanden sind. Diesen werden Szenen aus dem Familienleben der O’Briens gegenübergestellt, in deren Mittelpunkt die schwierige Beziehung des pubertierenden Jack mit seinem strengen Vater steht. Wie bei jedem der raren Filme Malicks verlässt der Zuschauer das Kino voller Fragen und unvergesslicher Bilder.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ]Sonntag, 15.01.2012
20:30 Uhr


Mittwoch, 18.01.2012
21:00 Uhr

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JODAEIYE NADER AZ SIMIN Nader und Simin – Eine Trennung

Iran 2011. R: Asghar Farhadi
D: Leila Hatami, Peyman Moadi, Sareh Bayat. 123 Min. 35mm. OmU

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Nachdem Asghar Farhadi 2009 schon den Silbernen Bären gewonnen hatte, erhielt er 2011 den Hauptpreis der Berlinale für NADER UND SIMIN – EINE TRENNUNG. Darin erzählt er von dem Ehepaar Nader und Simin, das nach vierzehn Ehejahren vor dem Scheidungsrichter steht: Simin will den Iran verlassen, um ihrer Tochter eine bessere und freie Zukunft zu ermöglichen, während Nader das wegen seines kranken Vaters strikt ablehnt. Das Gericht verweigert die Scheidung, woraufhin Simin zu ihrer Mutter zieht. Nader stellt als Haushaltshilfe die aus einer religiösen Familie stammende Razieh ein und setzt damit eine tragische Entwicklung in Gang.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ]Freitag, 20.01.2012
18:00 Uhr

Sonntag, 22.01.2012
20:30 Uhr

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MIDNIGHT IN PARIS

USA 2011. R: Woody Allen
D: Owen Wilson, Marion Cotillard, Rachel McAdams. 94 Min. 35mm. OmU

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Woody Allens 42. Spielfilm wurde eher unerwartet zu einem der erfolgreichsten seiner Karriere. Allerdings schuf er mit seiner Hommage an die französische Hauptstadt, deren Handlung sich an seine 1971 erschienene Kurzgeschichte A Twenties Memory anlehnt, auch ein formvollendetes Werk. Hauptfigur ist der Drehbuchautor Gil Pender, der gerade an seinem ersten Roman arbeitet und mit seiner Frau Urlaub in Paris macht. Von Versagensängsten geplagt, streift er eines Nachts durch die Stadt und wird von einer fidelen Gesellschaft in eine Oldtimer-Limousine eingeladen. Als er mit seinen neuen Bekannten aussteigt, findet er sich im Paris der 1920er Jahre wieder. Dort trifft er auf Persönlichkeiten wie Hemingway, Fitzgerald und Gertrude Stein und verliebt sich in Adriana, die Geliebte Picassos.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ]Samstag, 21.01.2012
20:30 Uhr

Mittwoch, 25.01.2012
20:30 Uhr

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POTICHE Das Schmuckstück

Frankreich 2010. R: François Ozon
D: Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Fabrice Luchini. 103 Min. 35mm. OmU

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Fans von Catherine Deneuve und Liebhaber der klassischen französischen Komödie können sich noch einmal an Ozons jüngstem Film erfreuen, der 1977 spielt. Er inszenierte die Geschichte Suzanne Pujols, die ihrem Mann Robert, dem Direktor einer Regenschirmfabrik, als treue Hausfrau und ihren beiden erwachsenen Kindern als fürsorgliche Mutter dient. Als sich die Arbeiter gegen die ausbeuterischen Bedingungen in Roberts Fabrik auflehnen, erleidet dieser eine Herzattacke. Für einige Zeit übernimmt Suzanne die Leitung der von ihrem Vater begründeten Fabrik und entdeckt in der Folge ein ungeahntes Potenzial in sich. Schließlich entwickelt sie auch politische Ambitionen.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ]Freitag, 27.01.2012
18:00 Uhr

Sonntag, 29.01.2012
20:30 Uhr

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SCHLAFKRANKHEIT

Deutschland/Frankreich. R: Ulrich Köhler
D: Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Hippolyte Girardot. 91 Min. 35mm. OmU

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Der niederländische Arzt Ebbo Velten arbeitet seit zwanzig Jahren mit seiner deutschen Frau als Entwicklungshelfer in Yaounde in Kamerun. Die Tochter des Paars besucht im hessischen Wetzlar bereits ein Internat, und die endgültige Rückkehr der Familie nach Deutschland steht bevor. Ebbo jedoch quälen der Gedanke, Kamerun für immer zu verlassen, und die Angst, sich nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren zu können. Ulrich Köhler verarbeitete in seinem mit dem Silbernen Bären ausgezeichneten dritten Spielfilm eigene Kindheitserfahrungen: Als Sohn von Ärzten wuchs er bis zum neunten Lebensjahr in Zaire auf. Den Diskurs über Postkolonialismus und zivilisatorischen Rückzug inszenierte er anhand der ihm eigenen meditativen Tableaus.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ]Samstag, 28.01.2012
20:30 Uhr

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