KLASSIKER & RARITÄTEN (August)

[imageeffect type=“shadow“ width=“769″ height=“328″ shadow=“shadow-medium“ alt=“Oberhausen“ url=“/wp-content/uploads/2012/07/manifest.jpg“ ]

[threefourths_columns ] „Wir erklären unseren Anspruch, den neuen deutschen Spielfilm zu schaffen. Dieser Film braucht neue Freiheiten. Freiheit von den branchenüblichen Konventionen. Freiheit von der Beeinflussung durch kommerzielle Partner. Freiheit von der Bevormundung durch Interessengruppen. Wir haben von der Produktion des neuen deutschen Films konkrete geistige, formale und wirtschaftliche Vorstellungen. Wir sind gemeinsam bereit, wirtschaftliche Risiken zu tragen. Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen.“

Diese Zeilen aus dem Oberhausener Manifest sind inzwischen 50 Jahre alt – und doch sind sie zeitlos und vielleicht aktueller denn je. 1962 bahnte dieser Text den Weg für den „Neuen Deutschen Film“. 26 junge Filmschaffende hatten die Kurzfilmtage Oberhausen für eine Pressekonferenz genutzt, und ihr Manifest verlesen. Die anschließende Diskussion mit der Presse bestritt hauptsächlich Alexander Kluge – neben Edgar Reitz noch heute der bekannteste Vertreter der „Oberhausener“.

[reveal title = „Mehr“]

Wer ein Manifest schreibt, muss damit rechnen, an seinen Ansprüchen gemessen zu werden. Und so folgte auf die Aufbruchsstimmung Ernüchterung. Der Erfolg stellte sich mit Verzögerung ein: Die Forderungen der „Oberhausener“ führten zur Gründung des „Kuratorium Junger Deutscher Film“. Das ermöglichte Talenten die Finanzierung eines Langfilms. Es folgten Filme wie SCHONZEIT FÜR FÜCHSE (BRD 1966, R: Peter Schamoni), DER JUNGE TÖRLESS (BRD 1966, R: Volker Schlöndorff) oder ABSCHIED VON GESTERN (BRD 1966, R: Alexander Kluge). Die Filmreihe gibt Gelegenheit, zurückzuschauen auf die Ereignisse und Filme dieser Zeit – und sie mit Blick auf die Gegenwart neu einzuordnen.

[/reveal]

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last] [button url=“/filmmuseum/kinoprogramm/preisereservierung/“ ]Preise/Reservierung[/button]

[styledbox type=“general“ ]Nähere Informationen zum Oberhausener Manifest und zu den Unterzeichnern finden Sie unter www.oberhausener-manifest.com[/styledbox]

[/onefourth_columns_last]

 

DAS BROT DER FRÜHEN JAHRE

BRD 1962. R: Herbert Vesely
D: Christian Doermer, Vera Tschechowa. 89 Min. 35mm

[threefourths_columns ]

Seit den kriegsbedingten Entbehrungen seiner Kindheit ist der Hunger ein wesentlicher Teil von Walter Fendrichs Leben; Hunger nach Brot und Bedeutung. Lange hat er dieses Gefühl unterdrückt und sich, als Elektromonteur in der Firma seines künftigen Schwiegervaters, mit einem Durchschnittsleben begnügt. Als er unvermutet seiner Jugendfreundin Hedwig wiederbegegnet, weiß er, dass er sie noch am gleichen Tag heiraten will. Entsprechend dem Stil der Böll‘schen Vorlage inszeniert Herbert Vesely, in Abkehr von „Papas Kino“, betont naturalistisch. DAS BROT DER FRÜHEN JAHRE gilt als einer der ersten Vertreter des Neuen Deutschen Films, obwohl er bei Erscheinen des Manifests bereits abgedreht war.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last] Dienstag, 07.08.2012
18:00 Uhr

[/onefourth_columns_last]

SCHONZEIT FÜR FÜCHSE

BRD 1966. R: Peter Schamoni
D: Helmut Förnbacher, Christian Doermer. 92 Min. 35mm

[threefourths_columns ]

Peter Schamonis namenlose Hauptfigur stammt aus einer großbürgerlichen Familie vom Niederrhein. Er arbeitet in Düsseldorf als Schriftsteller und Journalist. In seinen Heimatort reist er nur noch widerwillig und allein zu den alljährlichen Treibjagden. Der Missmut über seine Herkunft überträgt sich in ähnlicher Form auf die Familie seiner neuen Freundin Clara, die aus seiner Sicht ein Leben ohne Bezug zur jüngeren Vergangenheit führt. Wie schon die Vorlage von Günter Seuren, thematisiert Schamonis Debütfilm die für seine Zeitgenossen symptomatische „Übernahme dressierten Bewusstseins“ (Seuren).

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ] Dienstag, 28.08.2012
18:00 Uhr

[/onefourth_columns_last] 

KURZFILMPROGRAMME
Filme von Unterzeichnern des Oberhausener Manifests

„Wie in anderen Ländern, so ist auch in Deutschland der Kurzfilm Schule
und Experimentierfeld des Spielfilms geworden.“
— Oberhausener Manifest

KURZFILMPROGRAMM 1

[threefourths_columns ]

KURZPORTRAIT EINER LANDSCHAFT

BRD 1964. R: Pitt Koch. 11 Min. 35mm

BAU 60

BRD 1961. R: Dieter Lemmel. 12 Min. 35mm

SCHATTEN

BRD 1960. R: Hansjürgen Pohland. 9 Min. 35mm

KAHL

BRD 1961. R: Haro Senft. 12 Min. 35mm

KOMMUNIKATION

BRD 1961. R: Edgar Reitz. 11 Min. 35mm

TRAB TRAB

BRD 1959. Detten Schleiermacher. 11 Min. 35mm

SALINAS

BRD 1960. Raimond Ruehl. 10 Min. 35mm

GROSSMARKTHALLE

BRD 1958. R: Ferdinand Khittl. 19. Min. 35mm

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ] Dienstag, 14.08.2012
18:00 Uhr

 

[/onefourth_columns_last]

KURZFILMPROGRAMM 2

[threefourths_columns ]

DIE GARTENZWERGE

BRD 1961. R: Wolfgang Urchs. 10 Min. 35mm

ES MUSS EIN STÜCK VON HITLER SEIN

BRD 1963. R: Walter Krüttner. 12 Min. 35mm

DIE UTOPEN

BRD 1963. R: Vlado Kristl. 9 Min. 35mm.

GRANSTEIN

BRD 1965. R: Christian Doermer. 12. Min. 35mm.

JUGEND FOTOGRAFIERT

BRD 1960. R: Peter Schamoni. 11 Min. 35mm

LEHRER IM WANDEL

BRD 1963. R: Alexander Kluge. 12 Min. 35mm

A

BRD 1965. R: Jan Lenica. 9 Min. 35mm.

DAS MANEQUIN

BRD 1960. Bernhard Dörries. 15 Min. 35mm

MARIONETTEN

BRD 1964. R: Boris von Borresholm. 11 Min. 35mm

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last ] Dienstag, 21.08.2012
18:00 Uhr

[/onefourth_columns_last]