LECTURE & FILM: JEAN-LUC GODARD IM JULI

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[threefourths_columns ] Mehr als jeder andere Regisseur ist Jean-Luc Godard Philosoph, genauer: ein Geschichtsphilosoph des Kinos. Mit seinen frühen Werken beginnt eine Film-Epoche, in der Regisseure über die Geschichte ihrer Kunst reflektieren und sie mit ihren Filmen bewusst aufgreifen und weiterspinnen. Godard hat überdies die Geschichte des Kinos filmisch dokumentiert, etwa in seinem großen Filmessay HISTOIRE(S) DU CINÉMA (1988-1998). Immer wieder hat Godard die Frage gestellt, was nach dem Kino kommt.

[reveal title = „Mehr“]

Die Lecture-Reihe nimmt das Werk Godards zum Anstoß und Ausgangspunkt für eine vielstimmige Reflexion über die Geschichte und die Zukunft des Kinos. Bis Juli 2013 kommen Regisseure, Filmwissenschaftler, Kunsthistoriker, Philosophen und Schriftsteller zu Wort, die jeweils einen Faden aus einem Film Godards aufgreifen und weiterentwickeln. Ergänzt wird die Reihe im Juni durch Werke, über die der Regisseur und Autor Kritiken in den Cahiers du Cinéma verfasst hat. Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Kunstgeschichte, Prof. Regine Prange & Lehrstuhl für Filmwissenschaft, Prof. Vinzenz Hediger).

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Passé cité / Zitierte Vergangenheit
Lecture von Georges Didi-Huberman (Paris)

Vortrag in französischer Sprache mit deutscher
Simultanübersetzung

Dieser Vortrag stellt FILM SOCIALISME von Jean-Luc Godard vor und problematisiert ihn, indem er nach dem Status des Zitats in diesem Werk fragt, um so auf die Beziehungen zwischen historischer Erkenntnis, Praxis der Montage und politischem Positionsbezug zurück zu kommen.

Georges Didi-Huberman, Philosoph und Kunsthistoriker, unterrichtet als Directeur de recherches an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. Er hat mehr als dreißig Studien zu Geschichte und Theorie der Bilder veröffentlicht. Seine Forschungen
berühren dabei zahlreiche Felder von der Renaissance bis zu zeitgenössischer Kunst. Er hat sich besonders der wissenschaftlichen Ikonografie im 19. Jahrhundert und deren Gebrauch in den Künsten des 20. Jahrhunderts gewidmet.
Abschlussveranstaltung der Godard-Reihe!

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FILM SOCIALISME
Frankreich/Schweiz 2010. R: Jean-Luc Godard
D: Jean-Marc Stehlé, Catherine Tanvier. 101 Min. 35mm. OmU

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Film Socialisme

Auf einem Kreuzfahrtschiff seufzt eine Frau die Worte: „Armes Europa!“ Anders als sein Titel zu versprechen scheint, bietet dieser filmische Essay nur punktuell einen Diskurs über den Sozialismus. In Godards von Konventionen befreitem und in drei Episoden unterteiltem Plot kommt es zu einer assoziationsreichen Reise durch die europäische Film- und Ideengeschichte, vorbei an den Stationen Barcelona, Odessa und Palästina. Der Spiegel schrieb zur Premiere von FILM SOCIALISME 2010 in Cannes: „Wenn man nicht versteht, was der Meister sagen will, dann ist das auch kein Problem: Jeder nimmt mit, was er sieht oder fühlt, Godard stellt lediglich das Material zur Verfügung.“

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last] Donnerstag, 11.07.2013

Vortrag: 20:15 Uhr
Film
: ca. 21:45 Uhr

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Weitere Filme der Reihe im Juli:

TABU
USA 1931. R: F. W. Murnau. D: Matahi, Anne Chevalier,
Bill Bambridge. 83 Min. 35mm. OF mit englischen Zwischentiteln

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tabu

Der letzte Film des Regisseurs F. W. Murnau: Auf einer Südseeinsel verliebt sich der Perlentaucher Matahi in ein schönes Mädchen namens Reri, die jedoch eines Tages von den Dorfältesten zur Frau der Stammesgötter bestimmt wird. Für andere Männer ist sie damit „tabu“. Um ihre Liebe dennoch leben zu können, flüchten Matahi und Reri. Doch der Fluch der Götter scheint sie zu verfolgen. Jean-Luc Godard bewunderte stets die „Einfachheit und Reinheit“ von TABU und stellte ihn wegen seiner „essentiell dokumentarischen Tendenz“ auf eine Stufe mit den Meisterwerken Sergej Eisensteins. Die Kopie wurde von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zur Verfügung gestellt.

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Mittwoch, 03.07.2013
18:00 Uhr
Mit originaler Tonspur

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TIME IN THE SUN Unter Mexikos Sonne
USA 1940. R: Sergej M. Eisenstein, Grigorij Aleksandrov
D: Ponce Espino, Charles Frederick Lindsley, William Royle. 55 Min
35mm. DF. Dokumentarisches Fragment, montiert von Marie Seton
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Unter Mexikos Sonne

Ein monumentales Epos über das Leben in Mexiko – das war das Ziel des Meisterregisseurs Sergej Eisenstein. Nach einem Jahr Dreharbeiten stellten jedoch die Geldgeber ihre Zahlungen für das Projekt ein und Stalin orderte den Regisseur zurück in die Sowjetunion. Das gedrehte Material verblieb in den USA, Eisenstein bekam es zeitlebens nicht mehr zu Gesicht. Für Godard und weitere Vertreter der Nouvelle Vague galt das Fragment mit dem Arbeitstitel QUE VIVA MEXICO! als ideale Verknüpfung von Dokumentarischem und Fiktion und als bestes Werk Eisensteins. Zu sehen ist die von Marie Seton montierte Version.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last] Samstag, 06.07.2013
18:00 Uhr

Mittwoch, 10.07.2013
18:00 Uhr

 

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THE DIRTY DOZEN Das dreckige Dutzend
USA 1967. R: Robert Aldrich. D: Lee Marvin, Ernest Borgnine,
Charles Bronson. 150 Min. 35mm. DF

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Das dreckige Dutzend

März 1944: Ein „dreckiges Dutzend“ aus zwölf Schwerverbrechern (herausragend: John Cassavetes, Charles Bronson, Telly Savalas und Donald Sutherland) soll ein Schloss sprengen, in dem sich zahlreiche Nazigrößen aufhalten. Die Soldaten hoffen auf ihre Begnadigung.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last] Samstag, 13.07.2013
17:30 Uhr

Mittwoch, 17.07.2013
17:30 Uhr

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REAR WINDOW Das Fenster zum Hof
USA 1954. R: Alfred Hitchcock
D: James Stewart, Grace Kelly. 112 Min. 35mm. OmU

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REAR WINDOW Das Fenster zum Hof

Nach einem Unfall kann der Fotojournalist Jeff für einige Wochen seine Wohnung nicht verlassen. Nur seine Verlobte Lisa und die Krankenschwester Stella besuchen ihn regelmäßig. Aus Langeweile beobachtet er das Treiben der Bewohner im Haus gegenüber. Eines Tages sieht er einen Mord und geht ihm auf den Grund.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last] Samstag, 20.07.2013
18:00 Uhr

Mittwoch, 24.07.2013
18:00 Uhr

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8½ Achteinhalb
Italien/Frankreich 1963. R: Federico Fellini. D: Marcello Mastroianni,
Claudia Cardinale, Anouk Aimée. 138 Min. Blu-ray. OmU

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Achteinhalb

Der Regisseur Guido (Fellinis Alter Ego) hat seine Kreativität verloren und bricht die Arbeit an seinem aktuellen Film ab. Um neue Kräfte zu sammeln, zieht er sich in einen Kurort zurück. Doch nach und nach treffen dort der Drehbuchautor, der Produzent, seine Frau und seine Geliebte ein. 8½ entstand im selben Jahr wie Godards LE MEPRIS.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last] Samstag, 27.07.2013
18:00 Uhr

Mittwoch, 31.07.2013
18:00 Uhr

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