Karl Baumgartner

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Am gestrigen Dienstag ist der Filmproduzent und Filmverleiher Karl Baumgartner in Frankfurt am Main nach schwerer Krankheit gestorben.

Karl Baumgartner, 1949 in Bruneck in Südtirol geboren, war zunächst in Rom als Regieassistent und Kritiker tätig und zog Anfang der 1970er Jahre nach Frankfurt am Main, wo er dem Kollektiv „Harmonie“ beitrat, das Arthouse-Filme herstellte und zeigte.

Er gründete gemeinsam mit Reinhard Brundig den Pandora Film Verleih, der zu den wichtigsten europäischen Verleihen von Arthouse-Filmen zählt und Künstler wie Jim Jarmusch, Aki Kaurismäki oder Andrej Tarkovsky einem breiten Publikum bekannt machte.

Als Produzent war Baumgartner an Filmen wie Emir Kusturicas „Underground“ und „Schwarze Katze, weißer Kater“, Léos Carax‘ „Pola X“ und „Holy Motors“, Sandra Nettelbecks „Bella Martha“, Sam Garbarskis „Irina Palm“ oder Kim Ki-duks „Frühling, Sommer, Herbst, Winter… und Frühling“ beteiligt. Gemeinsam mit Thanassis Karathanos gründete er auch die Produktionsfirma Pallas Film, die osteuropäische Filme produziert.

Erst im vergangenen Februar war Karl Baumgartner bei den Internationalen Berliner Filmfestspielen mit der „Berlinale Kamera“ geehrt worden.

Im Mai zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums eine Reihe mit herausragenden Filmen, zu deren Umsetzung Karl Baumgartner maßgeblich beigetragen hat.