LECTURE & FILM: VORTRAG VON PROF. LORENZ ENGELL

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[threefourths_columns ] Mehr als jeder andere Regisseur ist Jean-Luc Godard Philosoph, genauer: ein Geschichtsphilosoph des Kinos. Mit seinen frühen Werken beginnt eine Film-Epoche, in der Regisseure über die Geschichte ihrer Kunst reflektieren und sie mit ihren Filmen bewusst aufgreifen und weiterspinnen. Godard hat überdies die Geschichte des Kinos filmisch dokumentiert, etwa in seinem großen Filmessay HISTOIRE(S) DU CINÉMA (1988-1998). Immer wieder hat Godard die Frage gestellt, was nach dem Kino kommt.

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Die Lecture-Reihe nimmt das Werk Godards zum Anstoß und Ausgangspunkt für eine vielstimmige Reflexion über die Geschichte und die Zukunft des Kinos. Bis Juli 2013 kommen Regisseure, Filmwissenschaftler, Kunsthistoriker, Philosophen und Schriftsteller zu Wort, die jeweils einen Faden aus einem Film Godards aufgreifen und weiterentwickeln. Ergänzt wird die Reihe durch weitere Filme Godards und durch Werke, über die der Regisseur und Autor Kritiken in den Cahiers du Cinéma verfasst hat. Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt (Lehrstuhl für neuere und neueste Kunstgeschichte, Prof. Regine Prange & Lehrstuhl für Filmwissenschaft, Prof. Vinzenz Hediger).

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Auto, Stau, Unfall, Film. Zu einer Motivkette in Jean Luc Godards WEEK-END

Lecture von Prof. Lorenz Engell

 

WEEK-END zeigt an zentraler Stelle zwar nicht den längsten, gewiss aber einen der eindrucksvollsten Verkehrsstaus der Filmgeschichte. Die besondere Beziehung zwischen Automobil und Film ist schon mehrfach analysiert worden – beide liefern bewegte Bilder, bewegen den im Sitzen stillgestellten Körper, beide entstammen dem späten 19. Jahrhundert, und das Automobil ist wohl eines der Lieblingsmotive des Films überhaupt. Der Beitrag entfaltet vor diesem Hintergrund und mithilfe einer speziellen Theorie filmischer Motive, was bei Godard aus dem Film wird, wenn das Motiv Ketten zu bilden und zu wuchern beginnt und der automobile Verkehr zum Erliegen kommt. Lorenz Engell liest WEEK-END als eine Soziographie gemischter Ensembles aus Menschen und Artefakten und als Reflexion auf das bewegte Bild.

Lorenz Engell ist Professor für Medienphilosophie an der Bauhaus-Universität Weimar und gemeinsam mit Bernhard Siegert Direktor des Internationalen Kollegs für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (Käte Hamburger Kolleg – IKKM).

 

WEEK-END Weekend

Frankreich/Italien 1967. R: Jean-Luc Godard.
D: Mireille Darc, Jean Yanne. 105 Min. BluRay. OmeU

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Das junge Pariser Paar Corinne und Roland reist mit dem Auto in die Provinz, um sich das Erbe von Corinnes Vater zu sichern. Im Verlauf ihrer Fahrt entpuppt sich das Land als Hort bizarrer Gestalten und zerstörerischer Kräfte; sie begegnen fiktiven und historischen Persönlichkeiten, Wahnsinnigen und Kannibalen. Godard führt seine Protagonisten in eine Sackgasse, an deren Ende sich der Abgrund der Menschlichkeit befindet. Seine virtuose tour de radicalité schließt mit einem Schlusstitel, der sowohl das Ende der Geschichte als auch das Ende des Kinos bezeichnet.

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last] Donnerstag, 29.11. 2012

Vortrag: 20:15 Uhr
Film
: ca. 21:15 Uhr

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