LECTURE & FILM: PIER PAOLO PASOLINI

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Das Kino von Pier Paolo Pasolini

[threefourths_columns ]Sexualität, Spiritualität, Macht: Pier Paolo Pasolini hielt sich nicht mit oberflächlichem Geplänkel auf, sondern stach mit seinen Filmen, Büchern, Gedichten und Essays mitten hinein ins Wespennest der politischen und gesellschaftlichen Missstände im Italien der 1960erund 70er-Jahre. Sein Unmut richtete sich insbesondere gegen die fehlende Aufarbeitung des Faschismus, die sozialen Verwerfungen im Sufbproletariat und die Arroganz des Bürgertums. Viele seiner Werke lösten Skandale aus, und immer wieder musste Pasolini seine Kunst vor Gericht verteidigen. 1975 starb Pasolini eines gewaltsamen Todes. Die Umstände sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt.
Filmische Werke, die sich mit dem Ausnahmeregisseur beschäftigen, begleiten die Vorträge internationaler Experten in der Reihe „Lecture & Film“. Im Juli sollen mehrere Klassiker des „Nunsploitation“-Kinos Anfang der 1970er Jahre zeigen, in welcher filmischen Landschaft Pasolini seine so kunstvollen wie anstößigen Werke drehen konnte.

Die Reihe organisieren das Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, das Institut für Kunstgeschichte und das Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität gemeinsam mit dem Kino des Deutschen Filmmuseums im Netzwerk
der Hessischen Film- und Medienakademie.

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Weitere Infos unter www.pier-paolo-pasolini.de

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„NATION, PIGS AND CHA-CHA-CHA IN PASOLINI´S MAMMA ROMA”

Lecture von Cesare Casarino (in englischer Sprache)

Zu einem Zeitpunkt, an dem Italien ein bislang ungekanntes Wirtschaftswachstum erlebt und in den Kreis der voll industrialisierten Nationen eintritt, erklärt Pasolini in MAMMA ROMA (IT 1962) das nationalkulturelle Projekt für gescheitert, das mit dem filmischen Neorealismus der 1940er Jahre assoziiert wird und von den kleinbürgerlichen Aspirationen der städtischen Unterschicht getragen war. In Pasolinis Film kommt das Scheitern dieses nationalen Projekts in den vielschichtigen Beziehungen zwischen Sex, Musik und Wiederholung zum Ausdruck, die das historisch Reale darstellen, welches das neue Italien weder zu verarbeiten noch zu assimilieren vermag.
Cesare Casarino ist der Direktor des Department of Cultural Studies and Comparative Literature an der University of Minnesota. Er hat eine Vielzahl von Büchern und Artikeln über Literatur, das Kino und Philosophie veröffentlicht, darunter eine Reihe von Texten zu Pier
Paolo Pasolini.

Mitschnitt der Veranstaltung:


MAMMA ROMA

Italien 1962. R: Pier Paolo Pasolini.
D: Anna Magnani, Ettore Garofolo,Franco Citti. 106 Min. 35mm. OmeU

Mamma Roma
Die Prostituierte Mamma Roma gibt ihr Metier auf, als ihr Zuhälter Carmine eine andere Frau heiratet. Sie holt ihren 16-jährigen Sohn Ettore zu sich, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. Als Obst- und Gemüseverkäuferin hat Mamma Roma Erfolg und betreibt einen gutgehenden Stand auf dem Markt des Viertels. Nur ihr Sohn findet keine Arbeit. Mithilfe ihrer alten Kontakte versucht sie auf erpresserische Art, Ettore eine Anstellung zu verschaffen. Doch dann holt die Vergangenheit die beiden gnadenlos ein. Mit ihrer Hauptrolle in Pasolinis zweitem Spielfilm begeisterte Anna Magnani Publikum und Kritiker, alle weiteren Rollen besetzte Pasolini mit Laien.

 

[/threefourths_columns] [onefourth_columns_last]Donnerstag, 09.07.2015
20:15 Uhr

Filmbeginn:
ca. 21:15 Uhr

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